Der Dax im Sommerloch – Wie geht’s weiter?

Seit einem Monat spielen sich enttäuschende Szenen auf dem Börsenparkett in Frankfurt ab. Der DAX kennt seit dem Allzeithoch Mitte Juni bei knapp über 12.950 Zählern nur den Weg nach unten. Wie geht's jetzt weiter? Befindet sich der DAX im Sommerloch oder ist da noch ein Licht am Horizont?

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Es musste ja irgendwann einmal so weit kommen. Wenn auch nur schleichend, wechselt der Trend des Leitindex der größten Unternehmen Deutschlands in eine negative Richtung. Ich für meinen Teil habe schon früher mit einem schnelleren Absacken des DAX gerechnet. Der anhaltenden Hausse seit Oktober letzten Jahres stand die Masse der Anleger eher skeptisch gegenüber. So einfach kann man sich täuschen.

Betrachtet man die Entwicklung der Aktienmärkte über einen längeren Zeitpunkt, so kann man relativ einfach erkennen, dass auf einen Trend auch immer wieder ein Gegentrend folgt. So ist die Börse eben. Mal geht es runter und mal geht es rauf. Genau deswegen unterliegt das Investment in Aktien bzw. börsennotierten Anlageklassen einem gewissen Risiko. Mal mehr, mal weniger.

Aktuell bewegt sich der DAX seit einem Monat aus der Gewinnzone. Gewinnmitnahmen stehen an der Tagesordnung. Des Weiteren macht der starke Dollar den exportabhängigen Unternehmen zu schaffen und schmälert so den Gewinn.

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Bei dem Tief von knapp unter 12.100 Zählern war dann diese Woche erst einmal Schluss. Zum Glück wurde das Fibonacci Band bei 10.058 Zählern nicht durchbrochen und so hangelte sich der DAX wieder bis auf ca. 12.165 Zähler rauf. Leider kann man das nicht wirklich als Trendumkehr werten. Rein charttechnisch ist noch viel Luft nach unten da. Sollte der Dollar weiter aufwerten drückt das auf den Gewinn durch Export. Anleger könnten weiter sukzessive Kapital vom Markt abziehen.

Die börsenschwachen Monate beginnen nun langsam aber sicher. Achtung ist beim Durchbrechen der Widerstandslinie bei 10.800 geboten. Sollte der DAX diesen Widerstand durchbrechen halte ich sogar einen Rückgang in den vierstelligen Bereich unter 10.000 für möglich.

Sollte der DAX das Sommerloch gut überstehen und sich bis September über der Marke von 10.800 halten ist abzuwarten wie sich das Ergebnis der Bundestagswahl auf den Markt auswirkt. Aber naja, politische Börsen haben ja bekanntlich kurze Beine.

-RF

Dieser Beitrag spiegelt die persönliche Meinung des Autors wider und ist keine Aufforderung zum Handel mit Finanzprodukten oder entsprechenden Dienstleistern.

 

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